Herr Graube, Sie kommen aus dem Maschinenbau, waren zuvor Werksleiter und hegen eine Leidenschaft für Vertriebsthemen. Wie schnell haben Sie sich an der Schiene zurechtgefunden?

“Seit meinem ersten Tag bei der EPV-GIV hat mir bei der Einarbeitung ins Thema der persönliche Dialog am meisten geholfen. Ich habe viel gesprochen, mich umgehört und gefragt. Das Verstehen von Prozessen, Kennenlernen von Kunden und Einarbeiten in Projekte war mir von Beginn an wichtig. Deswegen hoffe ich, dass ich bald die Zeit finde, um mit dem Außendienst rauszufahren und dort die Abläufe mal zu erleben.”

Was hat Sie in den ersten Wochen im Unternehmen am meisten überrascht?

“Die Ruhe. Ich habe vorher in der Produktion mit Menschen und Maschinen zu tun gehabt. Jetzt spielt sich mein Arbeitsalltag überwiegend im Büro ab. Es ist einerseits viel leiser, andererseits ist es ein anderer Stress. Wir haben jetzt längere Projektdurchlaufzeiten, als ich es aus meinen vorherigen Positionen kenne.”

Gibt es oder ein Erlebnis aus den letzten 100 Tagen, das sich Ihnen eingeprägt hat?

“Die kollegial-familiäre Stimmung, die bei der EPV-GIV spürbar ist. Ich habe mich schnell sehr gut aufgehoben gefühlt. Es ist ein gutes Zusammenarbeiten auf Augenhöhe und mit viel Beteiligung der Abteilungen. Auch das Ankommen in der Knape Gruppe Holding war für mich sehr angenehm. Ich bin seit Tag eins im regelmäßigen Austausch mit Herrn Schwer.”

Wie würden Sie die Unternehmenskultur der EPV-GIV kurz und knapp beschreiben?

“Aus dem Bauch heraus: freundlich, hilfsbereit und detailgetreu in der Qualität und Projektausführung.”

Welche Werte sind Ihnen in Ihrer Führung besonders wichtig? Warum?

“Mir ist Teamplay am wichtigsten, weil wir am Ende alle im selben Boot sitzen. Führung gelingt nur in Zusammenarbeit mit der jeweiligen Expertise. Ich vertraue da in das Können der Teams und weiß, dass ich von allen Mitarbeitenden die beste Beratung bekomme. ”

Ihr größtes Learning aus den letzten Wochen?

“Mich fasziniert, wie detailliert und aufwendig die Vermessung und Planung für die Schiene ist. Da steckt so viel Wissen und jahrelange Erfahrung drin. Ich habe schon sehr viel Neues gelernt und bin mir sicher, dass da noch viel mehr folgen wird. Das ist auch essenziell. Denn nur, wenn ich weiß, worum es geht, kann ich das auch an den Kunden verkaufen.”

Worin sehen Sie das größte Potenzial bei der EPV-GIV?

“Ich wünsche mir, dass wir mit unseren Teams noch andere Bereiche erschließen und die wertvolle Expertise in der Vermessungs- und Planungsarbeit breit einsetzen können. Dafür müssen wir intern Wissen weitergeben und den Herausforderungen des Generationenwechsels entgegenblicken. Das soll mit dem bereits erarbeiteten Konzept der kompetenzbasierten Organisation weiterhin verfolgt werden.”

Vervollständigen Sie bitte: In einem Jahr…

“… wäre es schön, wenn wir unser Portfolio erweitern und wachsen konnten. Die Bahn steht dabei im Fokus unserer Arbeit, zudem bieten wir Fabrikdigitalisierung und die Erstellung Digitaler Zwillinge an.”

Was machen Sie gerne, wenn Sie nicht arbeiten?

“Dann mache ich am liebsten Sport. Ich gehe gerne ins Fitnessstudio und bin seit einiger Zeit auch gerne auf dem Grün beim Golfen. Da kann ich dann gut abschalten und mich nur auf das Spiel fokussieren.”

Viel Erfolg bei allen Vorhaben und danke fürs Gespräch!

Ein zweifarbiges Icon eines Gleises
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