Clelia, deine Zwischenprüfung liegt nun schon einige Monate zurück. Wie fühlt sich das an?
Ich weiß gar nicht genau, was noch alles geplant ist und lasse alles ein bisschen auf mich zukommen. Im August starte ich ins dritte Lehrjahr. Ich hoffe, ich bestehe dann die Prüfung. Bis dahin ist es aber noch ein Jahr.
Was waren bisher deine Höhepunkte im zweiten Ausbildungsjahr?
Ich habe meinen Führerschein bestanden und die EPV-GIV ist in ein neues Büro umgezogen. Dort ist es sehr modern und schick. Mein Fahrtweg ist jetzt etwas länger, aber die Lage jetzt zentraler, das ist für viele andere Kollegen angenehm und die Erreichbarkeit für unsere Kunden besser.

Seit Kurzem bist du Autofahrerin, herzlichen Glückwunsch zum Führerschein. Wie war die Prüfung?
Als ich den Führerschein dann in der Hand hatte, konnte ich es kaum glauben. Ich war super nervös und habe zum Glück einen sehr netten Prüfer erwischt. Es lag Schnee, war kalt und die Straßen und Wege schlecht geräumt. Ich glaube, das hat die Situation für mich irgendwie entspannt, weil der Prüfer sehr kulant war. Die Atmosphäre während der Fahrt war gut. Der Fahrlehrer und der Prüfer haben gesprochen und je länger ich gefahren bin, desto entspannter wurde ich.
Dann darfst du jetzt auch Fahrzeuge im Außendienst fahren?
Genau, ich bin schon als Fahrerin im Außendienst im Einsatz und darf die Firmenwagen fahren. Da wechsele ich mich mit den Kollegen und Kolleginnen bisher ab und muss die langen Strecken nicht allein fahren. Aber wenn es mal kurze Distanzen von anderthalb Stunden gab, dann bin ich diese komplett gefahren. Das Team unterstützt mich beim Sammeln meiner Fahrpraxis.
Woran bist du persönlich in den letzten sechs Monaten am meisten gewachsen?
Am Autofahren (lacht). Außerdem verstehe ich meinen Beruf jetzt viel besser und kann die Zusammenhänge der einzelnen Tätigkeiten besser nachvollziehen. Ich verstehe umfassender, warum ich Dinge tue, hinterfrage die Schritte mehr und werde selbständiger im Job. Im ersten Lehrjahr habe ich oft nur das Tachymeter bedient und die andere Person im Außendienst ist Wege abgelaufen und hat die Punkte genommen. Jetzt habe ich gezeigt bekommen, was hinter vielen Aufgaben steckt und wie ich eine Weiche komplett aufmesse.
Bist du noch mehr ins Thema BIM reingewachsen?
Da ist bisher noch nicht so viel passiert. Aber wenn wir zu dritt an der Strecke unterwegs sind, frage ich aktiver, ob ich mitlaufen darf und die Kollegen mir etwas erklären können. Ich bin schon mehr im Team angekommen.
Welches Projekt beschäftigt dich derzeit am meisten und was sind deine Aufgaben?
Ich habe kein eigenes Projekt und war die letzten Wochen viel in der Schule. Davor war ich in Gotteszell mit dem Team, da haben wir ein Festpunktfeld erkundet. Das Projekt werden wir bald weitermachen. Als Nächstes steht da die Gleismessung an. Wenn sich die Gelegenheit ergibt und wir ausreichend Personen am Gleis sind, würde ich gerne da noch tiefer reinblicken.
Worin fühlst du dich während deiner Ausbildung besonders von der EPV-GIV unterstützt?
Es ist ein sehr nettes Kollegium und uns Azubis wird viel ermöglicht. Ich konnte meine Fahrschulzeiten so legen, wie es terminlich möglich war und darauf wurde Rücksicht genommen. Die Fahrschulzeit wurde als Arbeitszeit angerechnet. Es wird generell viel getan, um uns gut auszubilden. Wir nutzen in der Schule ein Zeichenprogramm, das wir im Unternehmen nicht haben und damit ich darin besser werde, haben mir die Kollegen das Programm auf unserem Rechner eingerichtet. Das ist prüfungsrelevant und jetzt kann ich es üben.
Vielen Dank, Clelia. Die EPV-GIV wünscht dir viel Erfolg beim Üben und auf deinem weiteren Weg!



