Ein weiß, grau, gelbes Icon eines Vermessungsgerätes, eines Nivelliers.

1. Festpunktfelder anlegen

Es gab zwar bereits Lagepläne, aber noch kein 3D-Modell des Objekts. Also legten wir zunächst ein Festpunktfeld an, um die spätere Vermessung vorzubereiten. So entstand ein präzises Koordinatennetz, das die Grundlage für unsere Bestandserfassung schuf.

2. Laserscanner im Einsatz

Anschließend begann unser Außendienst-Team mit der Vermessung: Für eine bestmögliche und hochpräzise Erfassung der Innen- und Außenanlagen inklusive Dach und Umgebung arbeiteten sie mit den Laserscannern Leica RTC 360 und NavVis VLX3.

3, Von einzelnen Scans zur Punktwolke

Nachdem die Daten erfasst wurden, bereinigte unser Messtruppführer sie zeitnah und entfernte Objekte wie Fahrzeuge oder Spiegelungen. Unsere Vermessungsingenieure führten die Scans dann in einem digitalen Modellraum zusammen: Dafür erstellten sie zuerst eine lokale Punktwolke, die anschließend in das zu Beginn festgelegte Koordinatensystem referenziert wurde. Übrigens: Erst nach diesem Schritt ist eine erste 3D-Visualisierung und Simulation durch die Punktwolke möglich.

4. Von der Punktwolke zum Modell

Damit der Auftraggeber sowie Architektur- und Planungsbüros nach Abschluss unserer Aufgaben mit dem dreidimensionalen Modell arbeiten können, wurden Geschosse, Wände, Fenster und Co. manuell modelliert. Das Raummodell bildet die Grundlage für nachfolgende Sanierungsmaßnahmen und Umbauten.

Denkmalgerechte Vermessung gehört für uns genauso zum Alltagsgeschäft wie die Vermessung von Neubauten. Auch die Methodik ist dieselbe. Da historische Gebäude deutlich detailreicher sind, müssen wir mehr erfassen. Kurzum: Die Arbeit vor Ort dauert etwas länger, und die Einsatzplanung der Technologien im Vorfeld ist umfassender. Für die Empfangshalle des Meißener Bahnhofs waren vier Kollegen rund zehn Wochen im Einsatz. Genau solche Projekte zeigen uns: Präzision, Erfahrung und Technik gestalten Zukunft – auch dort, wo Geschichte erhalten bleibt.

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