Wie kommt ein Betriebsleiter zur Arbeit?

“Auf jeden Fall habe ich die Tasche voll mit Unterlagen und dem Notebook. Deswegen fahre ich häufig mit meinem Elektroauto und manchmal mit der Straßenbahn oder dem Fahrrad.”

Warst du von Anfang an beruflich auf der Schiene unterwegs?

“Ich bin 1990 als Vermessungstechniker beim ehemaligen Entwurfs- und Vermessungsbetrieb der Deutschen Reichsbahn gestartet. Mein Abteilungsleiter rief damals, im Dezember 1991, den Dresdener Standort der EPV-GIV mit ins Leben. Er wurde Niederlassungsleiter und hat dann fünf Kollegen – inklusive meiner Person – mitgenommen. Ich habe als Vermessungstechniker angefangen, wurde 2012 Projektleiter und wechselte vom Außendienst in den Innendienst. 2013 kam dann ein Fernstudium im Vermessungswesen, das ich 2018 als Diplom-Ingenieur abgeschlossen habe. Seit 2022 bin ich Betriebsleiter.”

Was gehört zu deinen Aufgaben?

“Ich kümmere mich um Umsetzung und Kontrolle von betrieblichen Abläufen, um die übergreifende Büroorganisation – und habe strategische sowie wirtschaftliche Themen der EPV-GIV stets im Blick. Dazu begleite ich unseren Geschäftsführer Norman Graube bei Einstellungs- und Mitarbeitergesprächen sowie bei der Umsetzung geplanter Investitionen und der Entwicklung der Organisationsstruktur. Außerdem fördere und steuere ich Innovationen und Forschung in der Firma und halte Ausschau nach neuen Technologien. Ich unterstütze die Fachbereichsleiter und besuche regelmäßig die Standorte in Erfurt und Berlin.”

Wie hat sich die Branche entwickelt?

“Neue Technologien bei der Massendatenerfassung, hochspezialisierte Softwareanwendungen oder die BIM-Methodik haben die Arbeit in der Planung und Vermessung stark verändert. Das stellt hohe Anforderungen an die Rechentechnik, die Software und natürlich auch die Fähigkeiten und die Entwicklungsbereitschaft unserer Mitarbeiter. Und es macht unsere Arbeit effizienter.”

Was ist dir besonders wichtig?

“Motivation und ein gutes Arbeitsklima, denn das Arbeitsumfeld ist ein Bindungsfaktor. Wesentlich ist außerdem, dass das Team sich selbst verwirklichen kann und alle sich gemäß ihren Stärken entwickeln dürfen.”

Was verleiht dir im Job Schub?

“Wenn ich sehe, dass das Team sich wohlfühlt. Aber wenn ich merke, dass es mal an der einen oder anderen Stelle hakelt, dann motiviert mich das andererseits, genauso eine Lösung zu finden – technisch sowie menschlich. Momentan blicken wir gesellschaftlich vielen Herausforderungen entgegen, das drückt natürlich manchmal im Arbeitsumfeld die Stimmung. Mir ist es wichtig, dabei dem Team ein positives Gefühl zu geben und den Zusammenhalt zu fördern.”

Welches berufliche Ziel verfolgst du?

“Derzeit arbeiten wir im neuen Büro noch an den optimalen Bedingungen und Strukturen für alle. Es ist mir dabei ein sehr wichtiges und notwendiges Anliegen, dass alle bestmöglich arbeiten können. Langfristig möchte ich den Generationenwechsel und Wissenstransfer für die Firma gut begleiten. Gerade in der Planung und Trassierung spielt das tiefe Wissen der langjährigen Kolleginnen und Kollegen eine zentrale Rolle. Der Nachwuchs geht an viele Themen unvoreingenommen ran, ist engagiert und lebt Innovationen. Das ist mindestens so wichtig wie die Fachkenntnis der Erfahreneren. Deshalb haben wir eine Strategie erarbeitet, die auf Kompetenzen basiert und uns darin unterstützen wird.”

Wir sind gespannt und wünschen viel Erfolg. Danke für das Gespräch, Nico!

Ein zweifarbiges Icon eines Gleises
Magazin
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